Junibor Weinfest 27-30 September in der Stephanskirche

Unter dem Motto „Von jung und leichtsinnig bis jung und leichtsinnig“ spüren Sie bereits, dass Sie auf Reisen das richtige Weinereignis auswählen. Wenn Sie am letzten September-Wochenende (auch bekannt als Ende der Sommersaison) eine Gastro-Veranstaltung zu Ihrem Sightseeing-Programm hinzufügen möchten, sind Sie hier genau richtig.

Junibor ist eine Gruppe junger ungarischer Winzer, Waffenbrüder auf dem hart umkämpften Weinmarkt, deren Ziel es ist, eine neue, junge und raffinierte Weinkultur zu pflegen. Der Verein feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen, und bei diesem Festival können auch Sie mitmachen. Die Programme beinhalten Verkostungen, Sie können auch über Wein lernen, mit Kursen über die Grundlagen und darüber hinaus, und die besten ungarischen Sorten von jungen Experten kaufen. An dem Festival nehmen 40 Winzer aus allen Weinbaugebieten des Landes teil.

Die besten Weine auf einem Platz voller Geschichte

Ungarischer Wein braucht keine Einführung – aber es ist sicher eine gute Idee, auch für gastro-begeisterte Ungarn, über Tokaji und Egri Bikavér, die beiden bekanntesten Sorten, hinauszuschauen. Da ich mir sicher bin, dass Sie auch Sightseeing machen möchten, werden Sie die Tatsache lieben, dass der Veranstaltungsort des Festivals eine wichtige Sehenswürdigkeit in der Stadt ist.

Der Veranstaltungsort ist das Herz der Innenstadt, direkt an der Stephanskirche, die zusammen mit dem Parlament offiziell das höchste Gebäude der Stadt ist. Ihre Höhe von 96 Metern erinnert an 896, als sich die ungarischen Stämme erstmals im Karpatenbecken niederließen. Und seine Geschichte (in der des Platzes um ihn herum) ist einfach unglaublich.

Im Jahre 1838 überschwemmte eine kolossale Flut die Stadt. Der Stephansplatz (der zu diesem Zeitpunkt noch nicht den Namen trug) erwies sich als natürlicher „sicherer Ort“ – er war höher als seine Umgebung und bot Hunderten von Einheimischen Schutz. Aus Dankbarkeit spendeten die Überlebenden, um den Bau einer neuen Kirche zu ermöglichen.

Heilige rechte Hand erhalten für 1000 Jahre

Der 1846 begonnene Bau wurde bereits 1848 gestoppt, als eine mehr als einjährige Revolution gegen die habsburgische Herrschaft über Ungarn ausbrach. Aber auch in Friedenszeiten wurde es nicht einfacher – die Kuppel stürzte 1868 ein, so dass das Gebäude umgestaltet werden musste und erst 1905 – fast 60 Jahre nach Beginn der Arbeiten – eröffnet wurde. Gute Arbeit braucht Zeit, wie das ungarische Sprichwort sagt.

Kaiser Franz Joseph (der in einigen Jahren den Ersten Weltkrieg beginnen sollte) nahm an der Eröffnungsfeier teil, und die Kirche wurde nach dem ersten ungarischen König, St. Stephan, benannt (erinnern Sie sich an 896, als die Ungarn ins heutige Ungarn kamen? Er war der Urenkel dieser Häuptlinge, der 1000 zum christlichen König gekrönt wurde). Stephans rechte Hand, die angeblich nach seinem Tod abgehackt wurde, wird bis heute als Reliquie in der Basilika aufbewahrt, bekannt als das „heilige Recht“. So wie die „heilige Linke“ – Ferenc Puskás, Ungarns größter Fußballspieler, der nur mit dem linken Fuß dribbeln konnte, vor einigen Jahren in der Kathedrale begraben wurde.

Beste Aussicht auf Budapest

Nur wenige Touristen wissen, dass der beste Teil der Basilika ganz oben ist – man kann den ganzen Weg hinaufklettern und die beste Aussicht auf die Stadt von der Kuppel aus genießen. Hier können Sie sich umsehen und sich auf die Schulter klopfen, weil Sie mehr über die Geschichte der Basilika gelesen haben als jeder andere um Sie herum. Aber es hat sich gelohnt, oder?

Unser Expertentipp für einen perfekten Tag an diesem Wochenende Ende September? Schlendern Sie umher und probieren Sie guten Wein, besuchen Sie sogar einen Workshop, wenn Sie mehr über die Weinkultur in Ungarn erfahren möchten. Besuchen Sie die Basilika (freier Eintritt, Spenden werden angenommen), und gehen Sie bis zum Gipfel (500 Forint extra), um einen atemberaubenden Blick auf die Innenstadt zu erhalten. Dann können Sie zum Parlament, zu den Schuhen auf der Donaupromenade oder über die Donau nach Buda gehen, um einen Spaziergang zum Burgviertel zu machen. Mit dieser zentralen Lage sind alle anderen Sehenswürdigkeiten noch in Reichweite!

Junibor-Fest

Veranstaltungsort: Szent István tér (außerhalb der Stephanskirche)

Besucherzeiten: 16:00 Uhr – 24:00 Uhr (Donnerstag)

12:00 Uhr – 24:00 Uhr (Freitag bis Sonntag)

Der Stephansplatz direkt vor der Basilika befindet sich auf der Linie M1 (bei Bajcsy-Zsilinszky út), oder auch in der Nähe der M3-Haltestelle Arany János utca.

Übernachtungstipp: Maverick Hostel oder City Lodge (beide zu Fuß erreichbar)

MAVERICK CITY LODGE HOSTEL - SONDERANGEBOTE